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Haupt / Russland / Tscheljabinsk
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Mitteilung
 
Tscheljabinsk
Bevölkerung: 1093000 Menschen.
Fläche: 486 км2.
Telefoncode: 351
Die Telefone der Notdienste: 01, 02, 03, 04, 051

Tscheljabinsk (russisch Челябинск), wiss. Transliteration Čeljabinsk) ist eine russische Stadt am Ural mit rund 1.091.500 Einwohnern (Stand 2007) und Verwaltungssitz der Oblast Tscheljabinsk. Tscheljabinsk wurde erstmalig als Festung 1736 erwähnt. Der Name der Stadt stammt vermutlich aus regional uralischen Turksprachen, "Tscheljabi" bedeutet dort "die Edlen". Ende des 18. Jahrhunderts war es ein regionales Verwaltungszentrum und auch Schauplatz der Auseinandersetzungen im Aufstand des Bauernführers Jemeljan Iwanowitsch Pugatschow gegen Katharina die Große. Bis weit ins 19. Jahrhundert blieb Tscheljabinsk eine Kleinstadt. Gegen Ende der Zarenzeit und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden Eisenbahnverbindungen nach Moskau und Jekaterinburg hergestellt, was zur schnellen industriellen Entwicklung führte. Die Stadt wurde schnell zu einem der wichtigsten Industriestandorte des Russischen Reichs bzw. der Sowjetunion. Die T-34-Panzer und Stalinorgeln wurden in Tscheljabinsk gebaut, so dass die Stadt während des Zweiten Weltkrieges auch Tankograd („Panzerstadt“) genannt wurde. Seit Mitte der 1970er Jahre macht Tscheljabinsk große Fortschritte im Bereich Kultur. Gefördert wurde diese Entwicklung durch eine zentrale Skulpturenmeile in der 2004 zur Fußgängerzonen umgestalteten Kirow-Straße. Die militärische Produktion wurde im neuen Russland zugunsten einer stärkeren Gewichtung ziviler Fertigung verdrängt, wie durch die in Russland bekannte Tscheljabinsker Traktorenfabrik, die auch Baufahrzeuge herstellt. 150 km von der Stadt entfernt ereignete sich am 29. September 1957 der Nuklearunfall in der Kerntechnischen Anlage Majak, bei dem größere Mengen an radioaktivem Material als bei der Havarie des Reaktors von Tschernobyl freigesetzt wurden. Dieser Vorfall wurde erst 1993 von der russischen Regierung zugegeben. Ein Teil des Gebietes ist bis heute Sperrzone. Dies unter anderem auch, weil unkontrollierte Abgaben radioaktiven Materials in die Umwelt z.B. dazu geführt haben, dass der Karatschai-See heute rund halb soviel Radioaktivität in sich versammelt, wie bei der Katastrophe von Tschernobyl freigesetzt wurde. Im August 2007 fand auf den umliegenden Militärstützpunkten von Tscheljabinsk das Großmanöver „Friedensmission 2007“ im Rahmen der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit statt, an der neben Russland auch Streitkräfte aus Kasachstan, Tadschikistan, Kirgisien, Usbekistan und der Volksrepublik China teilnahmen.

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