Babrujsk (weißrussisch Бабруйск, russisch Бобруйск/Bobruisk) ist eine Stadt in Weißrussland an der Bjaresina. Die Stadt ist heute ein wichtiger Industriestandort Weißrusslands. Die ölverarbeitende Industrie (Reifenwerk Belshina) ist mit 49 % aller Produktionsstätten der Stadt der größte Arbeitgeber und liefert unter anderem weltweit Spezialreifen für Groß-LKW. Außerdem sind Maschinenbau (Traktorenwerk) und holzverarbeitende Betriebe (Möbelfabriken) ansässig. Eine Lederfabrik mit ca. 350 Mitarbeitern exportiert insbesondere auch nach Europa. Babrujsk liegt verkehrsgünstig an der Beresina-Querung der Hauptverbindungsstraße und Eisenbahn von Minsk zur zweitgrößten Stadt des Landes Gomel. Die Straßen sind zumeist sehr gut ausgebaut. Der Name der Stadt, die bereits 1387 in den Kirchenchroniken erwähnt wurde, ist wahrscheinlich von dem slawischen Wort für Biber (weißr. Bobr) abgeleitet, da zu jener Zeit in dieser Region die Biberjagd sehr verbreitet war. Vor 1941 hatte der Anteil der jüdischen Bevölkerung an der Gesamtbevölkerung von Babrujsk, ähnlich wie in anderen weißrussischen Städten, zwischen 25 und 30 % betragen. Mit über 30 Synagogen war Bobrujsk ein wichtiges Zentrum jüdischer Kultur, so dass sie im Volksmund leicht ironisch auch Hauptstadt Israels (Staliza Jisrael) genannt wurde.
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